Wiedervernässung und weitere biotopersteinrichtende Maßnahmen
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Weitere Maßnahmen
Ziel jeglicher Wiedervernässung von Mooren ist es, wieder solche Standortbedingungen zu schaffen, die den weiteren Moorschwund unterbinden und nach Möglichkeit durch Etablierung torfbildender Vegetation zu einer Torfspeicherung (Torfwachstum) führen.
In diesen Abschnitten wird die Wiedervernässung des Pfrunger-Burgweiler Rieds - als Hauptmaßnahme des Projekts - in Grundzügen dargestellt. In weiteren Abschnitten werden zusätzliche Maßnahmen vorgestellt.
Der Bereich Besucherlenkung , der ebenfalls als Maßnahme zur Renaturierung des Rieds und zur Sicherung der Biotop-Strukturen anzusehen ist, ist in einer eigenen Rubrik zu finden.
Eine sehr ausführliche Beschreibung der nach den Moortypen (Regenmoor und Grundwassermoor) unterschiedlichen Maßnahmen-Modelle enthält Kapitel 8 des Pflege- und Entwicklungsplans, das im PDF-Format heruntergeladen werden kann.
Wiedervernässung im Projektkerngebiet

Die Wiedervernässung erfolgt in der Regel durch den Einbau von Wasser stauenden Querbauwerken in entwässernde Strukturen (Entwässerungsgräben und Senken) und in unterschiedlicher Größe sowie durch Unterbrechung von Drainagen. Auf diese Weise kommt es zu einem Rückstau nach Oberstrom. Bei der Konzeption der Wiedervernässungsmaßnahmen wurde darauf geachtet, dass die Rückstaus nicht über das Projektkerngebiet hinausreichen.
Die vorgeschlagenen Maßnahmen umfassen im Wesentlichen abflussmindernde Einbauten in Fließgewässer. Hierbei kommen primär nicht Methoden des naturnahen Wasserbaus zum Zuge, da diese das Ziel haben, ein Fließgewässer in einem (naturnahen) Zustand zu erhalten bzw. zu entwickeln, während bei der Moorregeneration die (künstlich angelegten) Fließgewässer durch Verlandung in Moorflächen übergehen sollen.
Beispiele für die Wiedervernässung von Teilgebieten im Projektkerngebiet
Regenmoore
Für die Konzeption der Maßnahmen zur Wiedervernässung der Regenmoore wurden - unter anderem - folgenden Grundsätze formuliert (Eine ausführlichere Beschreibung enthält Kapitel 8 des Pflege- und Entwicklungsplans, das im PDF-Format heruntergeladen werden kann.):
- Flächig differenzierte Rückhaltung von Niederschlagswasser;
- Anhebung des Grundwasserstandes möglichst ganzjährig bis unmittelbar an die Geländeoberkante.
- Die Grundwasserflurabstände sollten möglichst soweit angehoben werden, dass ein Aufschwimmen der Vegetationsdecke möglich ist.
- Lenkung des abströmenden Niederschlagswassers so, dass möglichst lange Fließwege im Moor entstehen (flächige Durchnässung).
- Die Anstaubauwerke sollten so hoch über das Geländeniveau hinausreichen, dass sie noch im Laufe der Regeneration der torfbildenden Hochmoorvegetation nach Jahrzehnten wirksam werden können.
Grundwassermoore
Für die Konzeption der Maßnahmen zur Wiedervernässung der Grundwassermoore wurden - unter anderem - folgenden Grundsätze formuliert (Eine ausführlichere Beschreibung enthält Kapitel 8 des Pflege- und Entwicklungsplans, das im PDF-Format heruntergeladen werden kann.):
- Flächig differenzierte Rückhaltung (Retention) von Grund- und Oberflächenwasser; zusätzlich möglichst Zufuhr geeigneten Fremdwassers.
- Anhebung des Grundwasserstandes möglichst ganzjährig und mit geringen Schwankungen je nach Zielsetzung von 60 cm unter Flur bis unmittelbar an die Geländeoberkante.
- Lenkung des abströmenden Grund- und Niederschlagswassers so, dass möglichst lange Fließwege entstehen (flächige Durchnässung).
- Areale eher mit mehreren Querbauwerken vernässen als mit einem: flexible, keine großen Wasserflächen, die bei geringem Niederschlag trockenfallen können.
Art der Bauwerke
- Sohlschwellen - Einbau in Fließgewässer zur Anhebung bzw. Festlegung des Wasserstands
- Grabenanstau
- Senkenanstau - Querbauwerk als Spundwand/Damm in Senken/Mulden
Planung/Genehmigung
Mit der Planung wird bei denjenigen Projekten begonnen, welche die naturschutzfachlich höchste Wertigkeit aufweisen und bereits zum überwiegenden Teil in Landes- bzw. Stiftungsbesitz sind. Grundsätzlich wird ein Planfeststellungsverfahren angestrebt.
Wiedervernässung in weiteren Bereichen
Im Rahmen des Projektes werden Maßnahmen ausschließlich in den Teilgebieten des Projektkerngebiets stattfinden.
Beispiele für die Wiedervernässung von Teilgebieten in weiteren Bereichen.
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- aktualisiert am 11.11.2006 17:54:23
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