Wasserwirtschaft
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Historische Aspekte
Erste Eingriffe in das Fließgewässersystem bzw. den Wasserhaushalt des Projektgebiets erfolgten mit dem Bau von Mühlen seit dem Mittelalter. Teilweise wurde ein weit verzweigtes Grabensystem angelegt, um die Wasser der weitreichenden Quellbänder auf die Mühlräder zu leiten. Im Rahmen des Pflege- und Entwicklungsplans konnten nahezu 300 km Fließgewässer (überwiegend Entwässerungsgräben) dokumentiert werden.

Fließgewässer Mitte des 19. Jahrhunderts
Erste größere Entwässerungsprojekte erfolgten ab 1824 durch die Wilhelmsdorfer Moorkolonisten, die einen Durchstich durch die Innere Jungendmoräne anlegten, um das Ried nach Süden zu entwässern. Aufgrund der dortigen Wasserscheide war jedoch zusätzlich der Bau des rund 4 km langen Wilhelmsdorfer Kanals erforderlich, der nach Norden in die Ostrach entwässert. 1859 bis 1866 wurde die Ostrach begradigt und das Profil vertieft, so dass die für Entwässerungen notwendige Vorflut geschaffen werden konnte. Im Zuge des Torfabbaus wurde unter anderem auch der Hornbach begradigt und zusammen mit der Ostrach zum Schifffahrtsweg ausgebaut.
Zur Vorbereitung und Sicherung des Torfabbaus sowie der intensiveren landwirtschaftlichen Nutzung wurden seither viele weitere kleinere Fließgewässer begradigt sowie eine Vielzahl neuer Entwässerungsgräben angelegt. Tiefgreifende, großflächige Entwässerungsmaßnahmen mit Grabenausbau und Flächendränung erfolgten schließlich nochmals in den 1950-er Jahren.
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- aktualisiert am 7.7.2006 15:01:57
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