Naturschutzgroßprojekt Pfrunger-Burgweiler Ried

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Jagd und Fischerei FunktionDiesen Text vorlesen lassen (öffnet neues Fenster)

Das Teilgebiet Großer Trauben-Hochmoor war bis in die 1960-er Jahre Jagdgebiet für Birkwild . Nach 1945 wurden wiederholt Fasane zu Jagdzwecken ausgewildert, deren Vorkommen jedoch in den 1980-er Jahren endgültig erloschen ist. Auch die Rufjagd auf Rehwild war eine beliebte Jagdform im Gebiet. Einige wohl schon um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert systematisch angelegten Jagdschneisen dokumentieren in manchen Bereichen des Projektgebiets die große Bedeutung der Jagd.

Wegen des ungleichmäßigen Wasseranfalls wurden oberhalb der Mühlen am Riedrand in der Regel Schwellteiche angelegt. Diese Stillgewässer dürften auch zur Fischerei genutzt worden sein. In den 1960-er Jahren wurden östlich der Schwellteiche der Laubacher Mühle weitere Teiche für fischereiliche Zwecke im Hangquellmoor angelegt. Auch der Überwachsene See wurde noch bis in die zweite Hälfe des 19. Jahrhunderts zu diesem Zweck genutzt.

Durch den Torfabbau nach 1945 entstanden Torfstichseen, deren Sohle teilweise im Mineralischen liegt. Mit der Anlage der Stillgewässer war unter den damaligen Rechtsverhältnissen die Begründung von Fischereirechten verbunden. Ein Großteil der Seen wurde dementsprechend nach dem Ende des Torfabbaus vorübergehend fischereilich genutzt.

Heute

Karte Jagdgebiete Jagdbezirke / Jagdbögen im Projektgebiet (Eigenjagdbezirke in grün und braun)

Eine ordnungsgemäße Ausübung der Jagd ist im bisherigen Naturschutzgebiet zulässig und wird ausgeübt. Im Gebiet werden vornehmlich Rehwild, Schwarzwild und Füchse bejagt. Das Projektgebiet hat Anteil an 16 Jagdbezirken. Vor allem die zentralen Teile ( Großer Trauben, Tisch ) werden nur extensiv bzw. vom Umfeld aus bejagt. Dies trifft auch für den Bereich der Torfstichseen auf Markung Pfrungen zu.

Die Fischerei wird vornehmlich an drei, in privatem Eigentum befindlichen Stillgewässern im Torfstichgebiet Großer Trauben-Süd sowie an der Ostrach betrieben. An den übrigen Gewässern ist die Fischerei nur sehr extensiv oder beschränkt sich auf Hegeaufgaben. Von den künstlich angelegten Stillgewässern im Projektgebiet werden damit etwa 30% fischereilich genutzt.