Naturschutzgroßprojekt Pfrunger-Burgweiler Ried

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Neue Landschaftspfleger im Ried FunktionDiesen Text vorlesen lassen (öffnet neues Fenster)

Wie bereits berichtet, helfen verschiedene Rinderrassen im Naturschutzgroßprojekt, das Grünland im Pfrunger-Burgweiler Ried auf naturnahe Weise offen zu halten. Mehrere Landwirte sind in die extensive Beweidung eingestiegen. Neben den "Schottisch Highland"-Rindern der Landwirte Thomas Huber, Egelreute, und Markus Bauknecht, Burgweiler, und den Heck-Rindern von Matthias Schwellinger, Waldbeuren, weiden schon seit 5 Jahren auch "Galloway"-Rinder von Lothar Luib, Riedhausen, auf den Riedwiesen.

Herr Germann mit Rindern Landwirt Klaus Germann beim Anlocken seiner "Weißgurt-Galloways"

Seit Mittwoch, 9. Mai 2007 hat Landwirt Klaus Germann, Tafern, nun eine Herde von 7 so genannten "Weißgurt-Galloways" auf einer Fläche von ca. 8 Hektar am Riedlehrpfad bei Wilhelmsdorf.

Galloway-Rinder sind eine normalerweise genetisch hornlose Fleischrinderrasse und stammen aus dem Südwesten Schottlands, der Grafschaft Galloway. Sie bringen bei extensiver Robusthaltung eine Fleischleistung von hervorragender Qualität. Sie sind friedfertig, genügsam, widerstandsfähig und langlebig. Das Fell weist ein dichtes, mittelfeines Unterhaar auf, welches von gewelltem, längerem Oberhaar bedeckt ist. Amerikanische Züchter beschreiben die außergewöhnlich gut schützende Isolationsschicht des Winterfells, welches die Anlage von unbrauchbarem Isolationsfett weitgehend unnötig macht und auch unter extremen klimatischen Bedingungen in Alaska eine stabile Körpertemperatur garantiert (so genannte thermoneutrale Zone). Neben dem klassischen schwarzen Galloway mit einem mahagonifarbenen Schimmer findet man unter verschiedenen Farbschlägen auch die "Belted Galloways" (Belt = Gürtel), also schwarze Tiere mit einer weißen Mittelpartie.

Damit die Tiere an ihre Bezugsperson gewöhnt werden und bleiben, muss der Landwirt sie täglich auf der Weide besuchen. Besucher des Riedlehrpfades werden gebeten, sich von den Elektro-Zäunen fernzuhalten und die Tiere nicht zu füttern! Mitunter halten die Tiere ein "Nickerchen" im Schutz der Bäume und Sträucher auf ihrer Weide und sind deshalb nicht immer zu sehen. Es ist also immer spannend zu beobachten, wo sich die Tiere gerade aufhalten.

Die Herden mit den verschiedenen Rinderrassen bieten aber nicht nur den Besuchern des Riedes eine Bereicherung, sondern auch für die natürliche Tier- und Pflanzenwelt.