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Planfeststellungsbeschluss für Vernässungsmaßnahmen im Moor
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Die Stiftung Naturschutz, Trägerin des Naturschutzgroßprojektes Pfrunger-Burgweiler Ried freut sich, bekannt geben zu dürfen: Am 2. Juli 2007 erging vom Landratsamt Sigmaringen der Planfeststellungsbeschluss zur Wiedervernässung der beiden Teilgebiete "Großer Trauben" und "Tisch" auf Gemarkung Burgweiler, Gemeinde Ostrach, gemäß § 31 Abs. 2 des Wasserhaushaltsgesetzes.
Wichtigstes Ziel des Naturschutzgroßprojektes ist es, die einzigartige Moorlandschaft zu renaturieren und vor allem die zentralen Hochmoorbereiche wiederzuvernässen. Hierfür ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig, welches nach einer phänomenal kurzer Zeit von fünf Monaten abgeschlossen wurde. Der in Abstimmung zwischen Stiftung Naturschutz und dem Planungsbüro Dr. Kapfer sehr gut vorbereitete Antrag wurde am 1. Februar beim Landratsamt Sigmaringen eingereicht und durchlief dort verschiedene Abteilungen. Die genehmigten Planunterlagen werden nun in den Gemeinden zwei Wochen zur Einsicht ausgelegt. Mit dem Ende der Auslegungsfrist wird der Planfeststellungsbeschluss rechtskräftig. Die Stiftung Naturschutz ist den Behörden sehr dankbar, dass das Verfahren noch vor den Sommerferien abgeschlossen werden kann, so dass nach den Sommerferien erstmals mit der Umsetzung von Renaturierungsmaßnahmen begonnen werden kann. Dazu gehört der Einbau von Querbauwerken in die Entwässerungsgräben im Hochmoor, dessen Wachstum vom Niederschlagswasser abhängt. Durch die Anlage von Entwässerungsgräben in der Vergangenheit wurde das Regenwasser nicht im Moorboden gespeichert, sondern auf schnellstem Wege der Ostrach zugeleitet.
Dies führte zu einer massiven Zersetzung und Sackung des Torfbodens. Hierdurch veränderte sich die Vegetation und das Wachstum der moortypischen Pflanzen wurde stark gestört. Um hier das Wachstum der Regenmoorkalotte wieder zu ermöglichen, ist der Verschluss der Entwässerungsgräben unabdingbar. Die Maßnahmen wurden so geplant, dass Auswirkungen auf private Anlieger ausgeschlossen sind. Die Teilgebiete „Großer Trauben“ und „Tisch“ sind weitestgehend in öffentlicher Hand.
Das Projektgebiet besteht entwicklungsgeschichtlich bedingt aus verschiedenen Moortypen und wurde dementsprechend in so genannte hydrologische Einheiten (=Teilgebiete) eingeteilt, in denen unterschiedliche Maßnahmen erforderlich sind, um den Moorkörper nachhaltig zu erhalten und zu regenerieren.
Weitere Informationen erhalten Sie unter Tel. 07503 / 916541 (Herr Romer), Tel. 07503 / 739 (Frau Wilhelm)
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- aktualisiert am 10.8.2007 12:18:21
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