Das Projektgebiet: Beschreibung - Nutzung - Naturraum
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Das Pfrunger-Burgweiler Ried liegt im Voralpenland in den Landkreisen Ravensburg und Sigmaringen zwischen den Gemeinden Königseggwald, Ostrach, Riedhausen und Wilhelmsdorf. Die Kreisgrenze verläuft mitten durch das Gebiet.
Es befindet sich in einer großen, abzugsträgen Senke am äußeren Rand der inneren Jungendmoräne. Wasserstau in einem späteiszeitlichen Beckensee, Grundwasseraufstieg, stark schüttende randliche Quellbänder, regelmäßige Überflutungen der Ostrach sowie kühl-feuchtes Klima mit hohen Niederschlägen im Alpennordstau trugen zur ausgedehnten Moorbildung bei.
Mit ca. 2.600 Hektar handelt es sich um das zweitgrößte zusammenhängende Moorgebiet in Südwestdeutschland. Bisher sind im Gebiet drei Naturschutzgebiete, zwei Landschaftsschutzgebiete und ein Bannwald als Schutzgebiete ausgewiesen.
Als mineralische Inseln ragen zwischen Laubbach und Burgweiler das Laubmischwaldgebiet Hornung und nördlich von Wilhelmsdorf der Bereich Lindenhof über die Mooroberfläche hinaus ( Vergrößerte Darstellung ).
Teilflächen des Projektgebietes werden seit den 1970-er Jahren durch den Naturschutz gepflegt. Diese Maßnahmen werden zum kleineren Teil von der Naturschutzverwaltung selbst, zum größeren Teil durch Landwirte durchgeführt.
Gesamtfläche
Das gesamte Projektgebiet hat eine Fläche von 2.936 Hektar. Es umfasst weitestgehend den zusammenhängenden Torfkörper des Pfrunger-Burgweiler Rieds sowie unmittelbar angrenzende Teile seines oberirdischen Einzugsgebietes. Das Projektgebiet ist in zwei Teile gegliedert: Die zentralen Moorgebiete mit den bestehenden Naturschutzgebieten Pfrunger-Burgweiler Ried, Laubbachmühle und Überwachsener See zählen zum Projektkerngebiet (siehe nächster Abschnitt). Das Projektkerngebiet wird von dem so genannten Übrigen Projektgebiet umgeben, das vornehmlich als Pufferzone für das Kerngebiet dienen soll. Ausführliche Informationen über das gesamte Projektgebiet finden sich in den nachfolgenden Unterabschnitten dieser Rubrik sowie im Zusammenhang mit der Bedeutung für den Naturschutz .
Projektkerngebiet
Das 1.453 Hektar große Projektkerngebiet ( Vergrößerte Darstellung ) befindet sich auf den Gemarkungen der Gemeinden Königseggwald, Ostrach, Riedhausen und Wilhelmsdorf. Es umfasst weite Teile der Moorbodenzone innerhalb der Ostrach-Talniederung zwischen Ostrach und Wilhelmsdorf.
Das Projektkerngebiet soll während der Projektlaufzeit - soweit es sich noch nicht in der Hand öffentlicher Körperschaften oder von Naturschutzverbänden befindet - vollständig erworben werden, so dass dort die geplanten Sicherungs- und Entwicklungsmaßnahmen ohne Beeinträchtigung Dritter umgesetzt werden können.
Es wird im Zielkonzept differenziert in die Regenerationszone, Stabilisierungszone und Extensivierungszone (siehe hierzu auch: Zonierung ). Die Entwässerung des Projektkerngebietes erfolgt bis auf einen kleinen Teil im Süden über die Ostrach nach Norden zur Donau. Der südliche Teil entwässert in den Bodensee bzw. Rhein. Die kanalartig ausgebaute Ostrach fließt auf einer Strecke von etwa 2,5 km durch das Projektkerngebiet bzw. an dessen Grenze.
Übriges Projektgebiet
Das Übrige Projektgebiet ( Vergrößerte Darstellung ) umfasst mit rund 1.392 Hektar das engere Wassereinzugsgebiet des Pfrunger-Burgweiler Rieds sowie einen großen Bereich des übrigen Torfkörpers. Neben den vier Gemeinden des Projektkerngebiets sind hier auch noch Teile der Gemarkungen von Fleischwangen und Guggenhausen betroffen, die sich im Südosten an das Kerngebiet anschließen.
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- aktualisiert am 11.11.2006 17:44:34
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