Suche
Sie sind hier: Aktuelles und Termine / Pressemitteilungen / Wiedervernässung Teilgebiet Tisch / Vernässungsvorarbeiten
Beginn der Vorarbeiten zu Vernässungsmaßnahmen im Hochmoor "Tisch"
Diesen Text vorlesen lassen (öffnet neues Fenster)
Wichtigstes Ziel des Naturschutzgroßprojektes ist die Wiedervernässung der zentralen Hochmoorbereiche im zweitgrößten Moor Südwestdeutschlands. Der "Tisch" ist – wie der "Große Trauben" – ein im Wesentlichen von den Niederschlägen gespeistes Hangregenmoor, das zwar nicht abgetorft, aber durch die Anlage von Wegen und Gräben systematisch entwässert wurde. Im Jahr 1994 wurde bereits ein Teil der zentralen Entwässerungsgräben zur Wiedervernässung mit einfachen Torfpfropfen verschlossen. Diese haben bereits zu lokalen Vernässungen geführt.
Im Naturschutzgroßprojekt soll nun die Wiedervernässung des "Tischs" sowie des "Großen Traubens" durch den Einbau verschiedener Arten von Querbauwerken in die Gräben bewirkt werden. Hierfür wurde ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Der Planfeststellungsbeschluss für beide Teilbereiche erging vom Landratsamt Sigmaringen am 2. Juli 2007.
Im "Tisch" sollen 66 Wehre eingebaut werden. Um diese einbauen zu können, muss das benötigte Holz und Baumaterial von Spezialmaschinen an Ort und Stelle transportiert werden. Die Wehre aus Rundhölzern werden dann mit Hilfe eines Spezialbaggers eingebaut. Damit diese Arbeiten durchgeführt werden können, ist es notwendig, die Bäume im Umfeld der Bauwerke zu fällen.
Ab der kommenden Woche wird deshalb das Landratsamt Sigmaringen, Fachbereich Forst unter der Leitung des Revierleiters Wolfgang Richter, Burgweiler, mit dem Holzeinschlag beginnen.
Auch wenn es zuerst einmal anders aussieht: Die Maßnahme dient langfristig der Sicherung des hochwertigen und europaweit vom Aussterben bedrohten Lebensraumes Hochmoor.
Es wird dringend darum gebeten – vor allem zur eigenen Sicherheit – die Bautrassen und die Flächen des Holzeinschlages nicht zu betreten! Weder die Forstverwaltung noch die Stiftung Naturschutz noch die Gemeinde Ostrach übernehmen bei eventuellen Schäden die Haftung.
Informationen zu den Maßnahmen und zum Naturschutzgroßprojekt erhalten Sie unter Telefon 07503 / 916541 oder via Kontaktformular
Pia Wilhelm, Projektleitung
- Diesen Artikel empfehlen
- aktualisiert am 11.9.2007 9:49:09
- 959 mal besucht



