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Eine Brücke für Naturschutz und Landwirtschaft FunktionDiesen Text vorlesen lassen (öffnet neues Fenster)

Der Vorstand inspiziert die Pläne

Ostrach / Wilhelmsdorf . Zur Entlastung des Projektkerngebietes und zur Umleitung des landwirtschaftlichen Verkehrs wird im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts eine neue Brücke über die Ostrach bei Ostrach-Laubbach gebaut. Am Mittwoch, 21.05.2008, um 10.00 Uhr lud die Stiftung Naturschutz, Träger des Naturschutzgroßprojektes, die Vertreterinnen und Vertreter der Presse sowie die örtlichen Beteiligten ein, um dem Einrammen der 11,5 Meter langen Pfähle beizuwohnen. Insgesamt 24 entastete und entrindete Fichtenstämme werden die Fertigbauteile der zukünftigen Brücke tragen. Dieter Dziellak, Erster Vorstand der Stiftung Naturschutz, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Baugrunduntersuchungen zu der Entscheidung geführt haben, dieses Vorgehen zu wählen. "Es gab schon berühmtere Vorbilder für die Pfahlbauweise: nicht nur in der Steinzeit, auch in der Neuzeit hat der Mensch seine Bauweise den Bedingungen der Natur angepasst: So sind z. B. Venedig und auch der neue Bundestag in Berlin auf langen Pfählen im schwankenden Boden gebaut" erläuterte Dieter Dziellak.

Der Vorstand inspiziert die Pläne

Der Leiter des beauftragten Ingenieurbüros Langenbach erläuterte die Bauweise im Detail. Er freute sich, dass nun fristgerecht mit dem Bau der Brücke begonnen werden konnte, nachdem am 05.10.2007 der erste Spatenstich im Beisein der Presse erfolgte und der neu gebaute landwirtschaftliche Weg über den Winter Zeit hatte, sich zu setzen. Auf die eingerammten Pfähle werden die Widerlager betoniert, die dann die Fertigbauteile tragen. Die eigentliche Brücke besteht aus einer Eichenholzkonstruktion, die sich harmonisch in die Landschaft einfügt. Mit dem Bau wurde – wie schon für die Wegeherstellung – die Firma Reisch aus Bad Saulgau beauftragt. Langenbach wünschte der Baustelle weiterhin einen unfallfreien Verlauf und zeigte sich optimistisch, dass die neue Ostrachquerung rechtzeitig zum "Brückenfest" in Laubbach am 1. Juni 2008 ihrer Bestimmung übergeben werden kann.

Insgesamt kostet diese Baumaßnahme (inklusive Planungs- und Baukosten für Weg und Brücke) ca. 350.000 € und wird aus den Projektmitteln finanziert, die zu 65 % vom Bund, zu 25 % vom Land Baden-Württemberg und zu 10 % von der Stiftung Naturschutz (Kreise RV und SIG, "Riedgemeinden" und Schwäbischer Heimatbund) getragen werden.

Die Vorstände der Stiftung Naturschutz, Dieter Dziellak und der Bürgermeister von Wilhelmsdorf Dr. Hans Gerstlauer, der Vorsitzende des Stiftungsrats, Bürgermeister Christoph Schulz, der Ortsvorsteher von Laubbach Reinhold Hafner, die Projektleiterin Pia Wilhelm sowie einige interessierte Bürger von Laubbach verfolgten dann gespannt das Einrammen der Baumstämme durch den Bagger, die nahezu "wie in Butter" im Moorboden verschwanden.

Weitere Informationen zum Naturschutzgroßprojekt sind zu erhalten unter Tel. 07503 / 916541 (Projektleitung), unter Tel. 07503 / 739 (Pia Wilhelm, Projektleitung)